Computernutzung bei Primarschülern

25. September 2009

Wappen_ArlesheimDer Schulrat Arlesheim kommuniziert in letzter Zeit vermehrt in den Medien. Im Wochenblatt vom 24.09.2009 wird über die kürzlich durchgeführte Elternbefragung zu den Gewohnheiten der Computernutzung von Primarschülern berichtet (siehe Eltern- und Schülerbrief). Da der Artikel nicht online verfügbar ist, hier ein paar Ergebnisse der Umfrage:

  • 85% der Primarschüler nutzen zuhause den Computer.
  • 27% können den Computer alleine bedienen, 58% tun dies zusammen mit den Eltern.
  • Bei 92% der Schüler liegt die tägliche Nutzungsdauer unter einer Stunde.
  • Auf 40% der Computer ist ein Kinderschutzprogramm installiert.
  • 56% der Eltern wären an einer Installation eines solchen Programms interessiert und möchten auch eine Unterstützung bei der Installation annehmen.

Der Schulrat startet nun ein Projekt, um die Anwendung von Kinderschutzprogrammen bei Primarschülern zu fördern und zu unterstützen. Bei aller Sympathie für das Anliegen: Ich bin gespannt auf die Umsetzung. Wer genau wird den Eltern bei der Installation und Inbetriebnahme eines Kinderschutzprogramms auf dem heimischen Computer behilflich sein? Was geschieht bei Problemen mit dem Programm lange nach der Installation? Und vor allem: Besteht nicht die Gefahr, dass sich Eltern durch das Vorhandensein eines Kinderschutzprogramms zu sehr in Sicherheit wähnen und noch weniger darauf achten, was ihre Kids am Computer tun?


Unsinniger Behördenkrieg

27. Juni 2009

Wappen_ArlesheimMan kann über die Berichterstattung 2008 der Geschäftsprüfungskommission geteilter Meinung sein. Nachdem die Geschichte an der Gemeindeversammlung nur am Rand ein Thema gewesen ist, die BaZ das Thema diese Woche noch einmal hochgekocht hat und zwei andere Vorfälle aus den Arlesheimer Schulen die Gemüter beschäftigen, meldet sich nun der Schulrat im Wochenblatt zu Wort. Leider hört die Öffentlichkeit von dieser Behörde – wenn überhaupt – lediglich etwas, wenn eine Sache schiefgelaufen ist oder schiefzulaufen droht. Anstatt das Heft als Aufsichtsbehörde in die Hand zu nehmen, zettelt der Schulrat mit Verfahrensvorwürfen und verklausulierten Rücktrittsforderungen an die Adresse der GPK-Mitglieder einen unsinnigen Behördenkrieg an. Eine kurze Meldung, man nehme die Sache ernst, werde ihr nachgehen und werde die Öffentlichkeit zum Zeitpunkt X über allfällige Korrekturmassnahmen informieren, wäre für das Ansehen von Schulleitung und Schulrat die wesentlich bessere Lösung gewesen. Wir haben’s vor etwas mehr als einem Jahr schon gesagt und bleiben dabei: Mehr Vertrauen in unser Schulwesen ist insbesondere durch eine proaktivere Informationspolitik und mehr Transparenz zu erreichen.


Schulhaus Gerenmatte 2: Erst planen, dann sanieren

30. Oktober 2008

Wochenblatt vom 30. Oktober 2008:

Das Schulhaus Gerenmatte 2 befindet sich in einem schlechten Zustand und muss saniert werden. Deshalb beantragt der Gemeinderat der Gemeindeversammlung vom 13. November einen Kredit über rund neun Millionen Franken. Diese Vorlage, die auf den ersten Blick einleuchtend erscheint, wirft bei genauerem Hinsehen verschiedene Fragen auf: Wie konnte es überhaupt soweit kommen, dass dieses Schulhaus nur noch mit einer Totalsanierung gerettet werden kann? Warum hat die Gemeinde in der Vergangenheit die notwendigen Investitionen zur Erhaltung des „G2“ unterlassen, obschon der (ehemalige) Schulrat während Jahren auf eine Sanierung gedrängt hatte?

Vor allem aber fragen wir uns, warum gerade jetzt eine Sanierung erfolgen soll; jetzt, wo in der Bildungslandschaft gleich mehrere Entwicklungen im Gange sind, deren Ausgang sich massgeblich auf die Schulraumplanung in Arlesheim auswirken wird: Kommt mit HarmoS ein 6. Primarschuljahr und die Basisstufe für Kindergarten und Primarschule? Wird der Bildungsraum Nordwestschweiz Realität? Wird die freie Schulwahl die Karten für alle Schulen neu mischen? Und – für Arlesheim vielleicht die entscheidende Frage – wird Arlesheim Sekundarschulstandort bleiben?

Arlesheimer Kinder, Jugendliche, Lehrpersonen und Schulleitungen haben es verdient, dass ihre Schule im Einklang mit der künftigen Entwicklung saniert wird. Warum also nicht Schritt für Schritt vorgehen und zuerst planen und dann sanieren?

 

Sibylle von Heydebrand und Balz Stückelberger


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