Schulhaus Gerenmatte 2: Eindrücke von der Besichtigung

8. November 2008

Die Gemeindebehörden haben heute zu einer öffentlichen Besichtigung des Schulhauses Gerenmatte 2 eingeladen. Der Rundgang war vorbildlich ausgeschildert, und den (spärlichen) Besuchern standen jede Menge Fachleute aus Verwaltung und Politik zur Verfügung. Einige Eindrücke:

Nach dem Rundgang wird klar, dass die rasche Sanierung des Gebäudes unumgänglich ist. Allerdings bin ich angesichts des grossen Investitionsbetrags klar der Meinung, dass das Projekt vor der Ausführung detailliert auf mögliche Einsparungen hin untersucht werden soll. Was mir ebenfalls noch fehlt, ist eine umfassende Schulraumplanung für Arlesheim, welche die verschiedenen möglichen Szenarien (Sekundarschulstandort, Harmos, Einführung Eingangsstufe im Bildungsraum Nordwestschweiz, unterschiedliche Schülerzahlenentwickung) berücksichtigt; das Schulhaus Gerenmatte 2 darf nicht nur isoliert betrachtet werden.

Die Gemeindeversammlung sollte meiner Meinung nach nächste Woche einen ersten Kredit für die Planungsphase sprechen; so kann das Projekt ohne Verzögerung vorangetrieben werden. An der Juni-Gemeindeversammlung könnte dann, nach Vorliegen der detaillierten Kosten, in einer zweiten Vorlage über die Ausführung entschieden werden. Bis zu diesem Zeitpunkt ist dann vielleicht auch schon klar, ob der Vorschlag der Gemeinden Arlesheim und Münchenstein Eingang in die kantonale Planung findet.


Schulhaus Gerenmatte 2: Erst planen, dann sanieren

30. Oktober 2008

Wochenblatt vom 30. Oktober 2008:

Das Schulhaus Gerenmatte 2 befindet sich in einem schlechten Zustand und muss saniert werden. Deshalb beantragt der Gemeinderat der Gemeindeversammlung vom 13. November einen Kredit über rund neun Millionen Franken. Diese Vorlage, die auf den ersten Blick einleuchtend erscheint, wirft bei genauerem Hinsehen verschiedene Fragen auf: Wie konnte es überhaupt soweit kommen, dass dieses Schulhaus nur noch mit einer Totalsanierung gerettet werden kann? Warum hat die Gemeinde in der Vergangenheit die notwendigen Investitionen zur Erhaltung des „G2“ unterlassen, obschon der (ehemalige) Schulrat während Jahren auf eine Sanierung gedrängt hatte?

Vor allem aber fragen wir uns, warum gerade jetzt eine Sanierung erfolgen soll; jetzt, wo in der Bildungslandschaft gleich mehrere Entwicklungen im Gange sind, deren Ausgang sich massgeblich auf die Schulraumplanung in Arlesheim auswirken wird: Kommt mit HarmoS ein 6. Primarschuljahr und die Basisstufe für Kindergarten und Primarschule? Wird der Bildungsraum Nordwestschweiz Realität? Wird die freie Schulwahl die Karten für alle Schulen neu mischen? Und – für Arlesheim vielleicht die entscheidende Frage – wird Arlesheim Sekundarschulstandort bleiben?

Arlesheimer Kinder, Jugendliche, Lehrpersonen und Schulleitungen haben es verdient, dass ihre Schule im Einklang mit der künftigen Entwicklung saniert wird. Warum also nicht Schritt für Schritt vorgehen und zuerst planen und dann sanieren?

 

Sibylle von Heydebrand und Balz Stückelberger


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