Eine interessante Debatte bahnt sich im Kanton Zürich an: Der Zugang zu internationalen Schulen soll aufgrund ihrer steigenden Popularität auch ausserhalb der Stammkundschaft eingeschränkt werden. Monika Bütler meint in der heutigen NZZaS (leider nicht online auffindbar), dass der Zulauf zu diesen Schulen nicht in erster Linie auf das pädagogische Konzept zurückzuführen sei, sondern insbesondere auf die integrierten Tagesstrukturen. Diese seien insgesamt kindergerechter als das in der Schweiz an vielen Orten gängige à-la-carte-System mit Blockzeiten an der Schule, Mittagstisch und Betreuung in Horten in der übrigen Zeit. Während die Kinder in diesem Modell in wechselnden Gruppen an verschiedenen Orten von zahlreichen Bezugspersonen im Rahmen von Angeboten von unterschiedlichen Trägerschaften betreut werden, kommt das System der internationalen Schulen eher “aus einem Guss” und sei bei einer ehrlichen Vollkostenrechnung vermutlich auch günstiger.
Die Nachfrage nach familienergänzender Betreuung wird nach heutigen Erkenntnissen weiter zunehmen, und folglich werden die entsprechenden Angebote auch ausgebaut werden. Wir sollten dabei darauf achten, dass keine weitere Verzettelung in organisatorischer und örtlicher Hinsicht stattfindet. In Arlesheim gibt es in dieser Hinsicht sicher noch Potential, allerdings auch heute schon viele positive Ansätze: Die Nähe von Sekundarschule und Jugendhaus sowie die personelle Konstellation haben dazu geführt, dass die beiden Organisationen mit unterschiedlicher Trägerschaft eng zusammenarbeiten. Im Primarschulalter befinden sich Schule und Mittagstisch zwar nicht am selben Standort, immerhin werden Mittagstisch sowie Nachmittagsbetreuung aber unter einheitlicher Trägerschaft und am selben Ort angeboten. Und beim Tageskindergarten, welchen die Gemeinde versuchsweise auf das nächste Schuljahr hin einführen wird, soll das Mittagessen am Kindergartenstandort stattfinden.
Verfasst von Markus Eigenmann
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