Jugend und Medien

19. April 2010

Schulrat und Schulleitung Kingergarten & Primarschule Arlesheim haben am 13.04.2010 einen öffentlichen Informationsabend zum Thema „Jugend und Medien“ durchgeführt. Die Referenten haben wiederholt auf die Wichtigkeit hingewiesen, dass sich die Eltern intensiv mit diesem Thema auseinandersetzen. Der Anlass war gut besucht, und im Vorfeld ist eine Broschüre „Vernetzt mit der ganzen Welt“ entstanden, welche am Anlass abgegeben wurde und über den angegebenen Link auch heruntergeladen werden kann.

In der heutigen NZZ (-> „Abschied vom pädagogischen Schonraum?) beleuchtet Allan Guggenbühl dasselbe Thema vor dem Hintergrund der sich wandelnden Rolle der Kinder und Jugendlichen in der Gesellschaft. Er stellt unter anderem fest, dass diese „heute wieder in einer Welt aufwachsen, in der sie, wenn auch meist nur medial, den Schattenseiten des Menschlichen ausgesetzt sind. Da wir wenig Kontrolle über diesen Prozess haben, müssen wir auf ihre Kompetenz setzen, das Chaos von Bild und Information zu ordnen.


Presseschau

15. März 2010

In den letzten Tagen war wieder mal richtig viel über Schul- und Jugendthemen zu lesen:

Die NZZ am Sonntag hat den Sekundarlehrermangel thematisiert (-> „Das letzte Aufgebot„), und die BaZ hat daraus am Montag dann noch einen regional angehauchten Beitrag gemacht. Das Thema wird uns noch beschäftigen, denn konkrete Antworten auf die Frage, wie der Beruf der Sekundarlehrerin attraktiver gemacht werden kann, konnten die Befragten nicht geben. Werden wir künftig wie heute schon in den Spitalberufen vermehrt in Deutschland rekrutieren gehen?

In seinem Aufsatz „Die kontrollierte Kindheit“ plädiert Allan Guggenbühl dafür, dass Jugendliche mehr Freiräume für Jugendliche erhalten, dass Kinder und Jugendliche nicht auf Schritt und Tritt von Erwachsenen überwacht und kontrolliert werden, und für weniger Verbote, deren Umgehung für Jugendliche häufig besonders attraktiv erscheint. Wo Allan Guggenbühl zitiert wird, ist auch Remo Largo nicht weit weg: Er nimmt im Interview („Eltern haben nicht zu viel, sondern zu wenig Zeit für ihre Kinder„) auf Guggenbühls Thesen Bezug, teilt diese aber nicht uneingeschränkt. Am Schluss schlägt er den Bogen zur Schule und fordert von den Erwachsenen (Eltern und Lehrpersonen), dass sie ihre Rolle als Vorbilder vermehrt wahrnehmen.

Vor dem Hintergrund des Münchner Prozesses gegen gewalttätige Schweizer Jugendliche beleuchtet eine Basler Journalistin im Beitrag „Brutal, kaltblütig, gnadenlos„  den Zusammenhang zwischen Bildung und Gewalt. Unter anderem betonen die Befragten die wichtige Rolle der Schule in der Gewaltprävention.

Schliesslich sind im Kanton Baselland die sogenannten Klassenstunden an der Sekundarschule ein Thema: „Psychohygiene im Klassenzimmer„. Allerdings war mir nach der Lektüre dieses Beitrags der Standpunkt der Bildungsdirektion nicht wirklich klar.


Fachterminologie im Bildungswesen

1. Februar 2010

Es gibt – neben vielen guten Beispielen – zwei Arten von Elternbriefen aus der Schule, die mich jeweils nerven. Die einen sind die mit den vielen Deutschfehlern, bei den anderen werden bildungsspezifische Fachbegriffe verwendet, deren Bedeutung einer Mehrheit der Eltern nicht klar ist. Die NZZ geht in der heutigen Ausgabe in einem lesenswerten Artikel auf die vermehrte Verwendung von abstrakten und abgehobenen Begriffen im Bildungswesen ein:

-> Im Sumpf der Sprache (NZZ vom 01.02.2010)


E-mail-Adressen für Primarlehrkräfte

16. Januar 2009

atKindergarten und Primarschule Arlesheim sind erfreulicherweise daran, den Lehrkräften eigene offizielle E-mail-Adressen zur Verfügung zu stellen: Seit kurzem ist die Primarlehrerin unserer Tocher unter vorname.nachname@kg-psarlesheim.ch zu erreichen.

Wir begrüssen diese (eigentlich längst fällige) Verbesserung sehr und sind überzeugt, dass damit in vielen Fällen die Kommunikation zwischen Eltern und Lehrkräften vereinfacht und dadurch auch intensiviert wird. E-mail ermöglicht es, auf einfache Weise niederschwellige Informationen auszutauschen, und ergänzt somit die bestehenden Kommunikationskanäle.


„Wir binden die Erziehungsberechtigten in die Verantwortung ein“

19. November 2008

An unserem ersten Stammtisch haben sich Schulrätinnen, Schulleitungen, Lehrpersonen, Politikerinnen und Politiker sowie Eltern über Ihre Vorstellungen zur Rolle der Erziehungsberechtigten in der Schule ausgetauscht. In einer kurzen Einführung erläuterte Simon Esslinger, Schulleiter der Sekundarschule Arlesheim, wie das neue Leitbild der Sekundarschule durch die Lehrerschaft in kurzer Zeit erarbeitet worden ist. Der Prozess ist noch nicht abgeschlossen: Derzeit wird an der Definition von Indikatoren gearbeitet, welche eine Aussage zulassen, ob und wie dem Leitbild in der Praxis auch nachgelebt wird.

In der anschliessenden Diskussion wurde der Leitsatz „Wir binden die Erziehungsberechtigten in die Verantwortung ein“ von verschiedenen Seiten beleuchtet. Einige Kernaussagen waren:

  • Die Öffentlichkeitsarbeit ist auch bei unseren staatlichen Schulen eminent wichtig, und es besteht Handlungsbedarf.
  • Die Ressourcen der Schulleitungen sind limitiert und werden generell als zu gering eingestuft. Der Sekundarschule Arlesheim stehen 110 Stellenprozente für Schulleitung, 40 Stellenprozente für Sekretariat und 40 Stellenprozente für Schulsozialarbeit zur Verfügung; die Schulleitung führt ca. 50 Mitarbeitende. Ob und in welcher Form die Eltern hier einen Beitrag leisten können, wurde nicht abschliessend diskutiert.
  • Alle Eltern sind auch einmal zur Schule gegangen und meinen zu wissen, wie die Schule zu funktionieren hat. Eine Schule wird häufig dann als gut angesehen, wenn die Eltern zufrieden sind. In diesem Zusammenhang spielt die Einstufung in die verschiedenen Sekundarschulniveaus eine herausragende (und manchmal auch problematische) Rolle.
  • Auf Kindergarten- und Primarschulstufe sind die Eltern aufgrund des Alters der Kinder relativ stark in die Schulaktivitäten einbezogen; auf der Sekundarschulstufe nimmt das stark ab. Viele Eltern wollen oder können sich nicht aktiv beteiligen, und wenn schon, dann zugunsten des eigenen Kindes und dessen Klasse, und nicht zugunsten der allgemeinen Schulentwicklung. Den wenigen, welche das wollen und können, soll von der Schule dazu jedoch die Möglichkeit geboten werden.
  • In Bezug auf die Qualitätsentwicklung findet derzeit in den Schulen ein Kulturwandel statt. Instrumente wie Mitarbeitergespräche und Feedbacks von Eltern, Schülern und Kolleginnen sind unterschiedlich weit etabliert. Systematische Auswertungen, welche Trends in der Qualitätsentwicklung erkennen lassen, sind ein wichtiges Ziel, aber noch nicht sehr verbreitet.
  • Warum muss das Rad immer wieder neu erfunden werden? Haben andere Schulen, z.B. in Nachbargemeinden, nicht bereits das eine oder andere erfolgreich umgesetzt? Jede Schule ist anders, jedes Kollegium unterschiedlich zusammengesetzt.
  • Wichtig ist es, nebst den offiziellen Kanälen auch niederschwellige Kommunikationsmöglichkeiten zwischen Schule und Erziehungsberechtigten zu schaffen. Es ist wichtig, dass der Kontakt nicht nur im Falle von Problemen hergestellt wird. Auch positive Feedbacks von Eltern sind für die Lehrpersonen wichtig.

Falls Sie keine Gelegenheit hatten, selber an unserem Stammtisch teilzunehmen, sind Ihre Beiträge natürlich auch als Kommentare zu diesem Artikel willkommen!


1. Stammtisch am 17. November 08

13. November 2008

Wie kann das gegenseitige Verständnis und die Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus gefördert werden? Welche Wege stehen den Eltern offen, um sich aktiv an der Schulentwicklung zu beteiligen? Was steht auf dem Wunschzettel der Schule an die Eltern?

„Wir binden die Erziehungsberechtigten in die Verantwortung ein“, haben die Lehrpersonen der Sekundarschule in ihrem Leitbild formuliert. Welche Verantwortung können, sollen, wollen wir Eltern für das Schulleben und die Schulentwicklung übernehmen? Und will die Schule uns einbinden? Zu diesen Fragen und alle weiteren rund ums Thema suchen wir nächsten Montag Antworten.

staerne

Wir laden alle interessierten Eltern und die Verantwortlichen unserer Schulen und Behörden ein, in einer lockeren Runde über die Rolle der Eltern im Schulleben zu diskutieren.

Treffpunkt: Montag, 17. November 2008, 20 Uhr im Gasthaus zum Stärne, Ermitagestrasse 1.


Follow

Get every new post delivered to your Inbox.