Drei zusätzliche Schulräte?

18. Juni 2011

Im Rahmen der bevorstehenden Zusammenführung der Sekundarschulen Arlesheim und Münchenstein entsteht für die gemeinsame Schule ein eigener Schulrat mit 3 Mitgliedern aus Arlesheim und 4 Mitgliedern aus Münchenstein. Der bisherige Schulrat Arlesheim ist ab Sommer 2012 nur noch für Kindergarten und Primarschule zuständig.

Der Gemeinderat Arlesheim schlägt der Gemeindeversammlung vom 22. Juni vor, der Schulrat Arlesheim solle auch künftig aus 7 Mitgliedern bestehen, obwohl die Hälfte seiner Aufgaben wegfällt. Er begründet dies mit künftig steigenden Schülerzahlen, übersieht dabei jedoch, dass die Anzahl Schülerinnen und Schüler für die strategische Führung einer Schule von untergeordneter Bedeutung ist. Heute werden die Geschäfte von Kindergarten und Primarschule von einem lediglich 3-köpfigen Ausschuss des Schulrates bearbeitet; vor diesem Hintergrund hat sich der Schulrat in der Vernehmlassung zur Vorlage für eine Reduktion der Anzahl Schulratsmitglieder von 7 auf 5 ausgesprochen.

An der Gemeindeversammlung besteht die Gelegenheit, die Vorlage in diesem Punkt noch zu korrigieren. Selbst mit der reduzierten Lösung würden wir in Arlesheim für dieselben zwei Schulen immer noch ein Schulratsmitglied mehr als bis anhin wählen (neu 3 für die Sekundarschule und 5 für Kindergarten und Primarschule).

Markus Eigenmann, Schulrat Arlesheim


Unsinniger Behördenkrieg

27. Juni 2009

Wappen_ArlesheimMan kann über die Berichterstattung 2008 der Geschäftsprüfungskommission geteilter Meinung sein. Nachdem die Geschichte an der Gemeindeversammlung nur am Rand ein Thema gewesen ist, die BaZ das Thema diese Woche noch einmal hochgekocht hat und zwei andere Vorfälle aus den Arlesheimer Schulen die Gemüter beschäftigen, meldet sich nun der Schulrat im Wochenblatt zu Wort. Leider hört die Öffentlichkeit von dieser Behörde – wenn überhaupt – lediglich etwas, wenn eine Sache schiefgelaufen ist oder schiefzulaufen droht. Anstatt das Heft als Aufsichtsbehörde in die Hand zu nehmen, zettelt der Schulrat mit Verfahrensvorwürfen und verklausulierten Rücktrittsforderungen an die Adresse der GPK-Mitglieder einen unsinnigen Behördenkrieg an. Eine kurze Meldung, man nehme die Sache ernst, werde ihr nachgehen und werde die Öffentlichkeit zum Zeitpunkt X über allfällige Korrekturmassnahmen informieren, wäre für das Ansehen von Schulleitung und Schulrat die wesentlich bessere Lösung gewesen. Wir haben’s vor etwas mehr als einem Jahr schon gesagt und bleiben dabei: Mehr Vertrauen in unser Schulwesen ist insbesondere durch eine proaktivere Informationspolitik und mehr Transparenz zu erreichen.


GPK befasst sich mit Schulfragen

30. Mai 2009

Wappen_ArlesheimSeit ein paar Tagen liegt der Bericht der Geschäftsprüfungskommission Arlesheim für das Jahr 2008 vor. Nebst anderen Themen hat sich die GPK im letzten Jahr mit zwei Fragen befasst, welche Kindergarten und Primarschule betreffen:

Ausgewählte Aspekte des Schulprogramms wurden unter die Lupe genommen. Begrüssenswert ist, dass der Prozess der sogenannten internen Evaluation, welche vom Bildungsgesetz als Instrument der Qualitätsentwicklung vorgeschrieben ist, in diesem Jahr gesondert geprüft werden soll. Aus unserer Sicht sollte dabei besonders darauf geachtet werden, ob der durch die Verordnung über den Kindergarten und die Primarschule vorgeschriebene Einbezug von Schülerinnen und Schülern, Erziehungsberechtigten und weiterführenden Schulen in die interne Evaluation tatsächlich umgesetzt wird.

Im letzten Teil des Berichts bemängelt die GPK die Einhaltung der Präsenzzeit und der Schulschlusszeit durch die Lehrpersonen. Die Kritik der GPK ist völlig berechtigt – die Vorstellung, dass sich GPK-Mitglieder bei der Überprüfung mit der Stoppuhr im Schulhaus aufhalten, hat allerdings auch humoreske Züge.


Schulhaus Gerenmatte 2: Eindrücke von der Besichtigung

8. November 2008

Die Gemeindebehörden haben heute zu einer öffentlichen Besichtigung des Schulhauses Gerenmatte 2 eingeladen. Der Rundgang war vorbildlich ausgeschildert, und den (spärlichen) Besuchern standen jede Menge Fachleute aus Verwaltung und Politik zur Verfügung. Einige Eindrücke:

Nach dem Rundgang wird klar, dass die rasche Sanierung des Gebäudes unumgänglich ist. Allerdings bin ich angesichts des grossen Investitionsbetrags klar der Meinung, dass das Projekt vor der Ausführung detailliert auf mögliche Einsparungen hin untersucht werden soll. Was mir ebenfalls noch fehlt, ist eine umfassende Schulraumplanung für Arlesheim, welche die verschiedenen möglichen Szenarien (Sekundarschulstandort, Harmos, Einführung Eingangsstufe im Bildungsraum Nordwestschweiz, unterschiedliche Schülerzahlenentwickung) berücksichtigt; das Schulhaus Gerenmatte 2 darf nicht nur isoliert betrachtet werden.

Die Gemeindeversammlung sollte meiner Meinung nach nächste Woche einen ersten Kredit für die Planungsphase sprechen; so kann das Projekt ohne Verzögerung vorangetrieben werden. An der Juni-Gemeindeversammlung könnte dann, nach Vorliegen der detaillierten Kosten, in einer zweiten Vorlage über die Ausführung entschieden werden. Bis zu diesem Zeitpunkt ist dann vielleicht auch schon klar, ob der Vorschlag der Gemeinden Arlesheim und Münchenstein Eingang in die kantonale Planung findet.


Schulhaus Gerenmatte 2: Erst planen, dann sanieren

30. Oktober 2008

Wochenblatt vom 30. Oktober 2008:

Das Schulhaus Gerenmatte 2 befindet sich in einem schlechten Zustand und muss saniert werden. Deshalb beantragt der Gemeinderat der Gemeindeversammlung vom 13. November einen Kredit über rund neun Millionen Franken. Diese Vorlage, die auf den ersten Blick einleuchtend erscheint, wirft bei genauerem Hinsehen verschiedene Fragen auf: Wie konnte es überhaupt soweit kommen, dass dieses Schulhaus nur noch mit einer Totalsanierung gerettet werden kann? Warum hat die Gemeinde in der Vergangenheit die notwendigen Investitionen zur Erhaltung des „G2“ unterlassen, obschon der (ehemalige) Schulrat während Jahren auf eine Sanierung gedrängt hatte?

Vor allem aber fragen wir uns, warum gerade jetzt eine Sanierung erfolgen soll; jetzt, wo in der Bildungslandschaft gleich mehrere Entwicklungen im Gange sind, deren Ausgang sich massgeblich auf die Schulraumplanung in Arlesheim auswirken wird: Kommt mit HarmoS ein 6. Primarschuljahr und die Basisstufe für Kindergarten und Primarschule? Wird der Bildungsraum Nordwestschweiz Realität? Wird die freie Schulwahl die Karten für alle Schulen neu mischen? Und – für Arlesheim vielleicht die entscheidende Frage – wird Arlesheim Sekundarschulstandort bleiben?

Arlesheimer Kinder, Jugendliche, Lehrpersonen und Schulleitungen haben es verdient, dass ihre Schule im Einklang mit der künftigen Entwicklung saniert wird. Warum also nicht Schritt für Schritt vorgehen und zuerst planen und dann sanieren?

 

Sibylle von Heydebrand und Balz Stückelberger


Follow

Get every new post delivered to your Inbox.