Ja zur Neuordnung Schulrat!

12. November 2011

Am 27.11.2011 sind wir in Arlesheim nicht nur in kantonalen Angelegenheiten an die Urne gerufen, sondern haben auch über zwei Änderungen der Gemeindeordnung zu befinden. Während die Ablösung der ehemaligen Zivilschutzkommission in der Praxis längst schon umgesetzt ist, treten die von der Gemeindeversammlung beschlossenen Änderungen, welche den Schulrat betreffen, erst im Hinblick auf die bevorstehenden Gemeindewahlen in Kraft.

Einerseits regelt die neue Fassung der Gemeindeordnung das Wahlverfahren für die drei Arlesheimer Mitglieder im neuen Schulrat der gemeinsamen Sekundarschule Arlesheim-Münchenstein. Andererseits soll der Schulrat Arlesheim, welcher demnächst nur noch für Kindergarten und Primarschule zuständig sein wird, von 7 auf 5 Mitglieder verkleinert werden.

Ich empfehle Ihnen, liebe Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, den vorgeschlagenen Änderungen zuzustimmen. Die Zusammenführung der heute noch getrennten Sekundarschulen ist bis anhin sehr konstruktiv verlaufen, und der heutige Schulrat befürwortet ausdrücklich die Verkleinerung des Gremiums.

Markus Eigenmann, Schulrat


Hochdeutsch im Kindergarten

31. Oktober 2010

Heute titelt die NZZaS: “Der Streit um Hochdeutsch im Kindergarten bringt nichts.”

 

In der Tat, es gibt weit wichtigere Bildungsfragen als diese. Insbesondere gibt es innerhalb eines Kantons oder einer Stadt sehr unterschiedlich zusammengesetzte Kindergartenklassen. Diesen allen mit einer einheitlichen gesetzlichen Regelung gerecht zu werden, ist unmöglich. Der Autor des Artikels fordert zu Recht:

“Wie häufig im Kindergarten Hochdeutsch oder Mundart geredet wird, ist Sache der Lehrerin und nicht der Politik. Den Unterricht bis ins letzte Detail zu reglementieren, ist falsch.


JA zu HarmoS – aus Vernunft

12. September 2010

Seit Wochen kann der Abstimmungkampf über HarmoS im Kanton BL nun verfolgt werden. Dabei wird auf beiden Seiten mit z.T. sonderbaren Argumenten gekämpft: Weder die heulenden Kinder, noch die drohende Bildungsinsel überzeugen wirklich. Bei nüchterner Betrachtung kommt man nämlich zum Schluss: Ob die Mehrheit nun JA oder NEIN stimmt, die in der HarmoS-Vorlage enthaltenen Änderungen der Bildungslandschaft kommen grösstenteils so oder so, je nach Abstimmungsergebnis halt etwas früher oder später.

Artikel 62 der Bundesverfassung ist sehr klar: “Kommt auf dem Koordinationsweg keine Harmonisierung des Schulwesens im Bereich des Schuleintrittsalters und der Schulpflicht, der Dauer und Ziele der Bildungsstufen und von deren Übergängen sowie der Anerkennung von Abschlüssen zustande, so erlässt der Bund die notwendigen Vorschriften.” Da schon eine Mehrheit der Kantone dem HarmoS-Konkordat zugestimmt hat, ist nicht damit zu rechnen, dass der Bund anderslautende Vorschriften erlassen wird. Somit stellt sich für den Kanton BL höchstens die Frage, ob man von Anfang an dabei sein und den Umstellungsprozess aktiv gestalten will, oder ob man die Neuerungen später als die anderen Kantone auf Geheiss des Bundes einführen will. Letzteres ist vermutlich der teurere Weg.

Stimmen wir JA zu HarmoS – die Änderungen kommen so oder so. Und nachdem Basel-Stadt nach einem langen Irrweg nun endlich sein Schulsystem “normalisiert”, sollten diesmal nicht wir Baselbieter einer Angleichung der Nordwestschweizer Schulsysteme im Wege stehen.


1’000 Raser weg von der Strasse

16. Juni 2010

Volksinitiative „Schutz vor Rasern“: 1. Unterschriften-Sammelaktion im Kanton Baselland

Jede Woche ein Raserunfall, monatlich mehrere Schwerverletzte und Getötete aufgrund von Rasen. Jährlich 1’109 Schwerverletzte und 147 Getötete wegen Unfällen mit möglichem Geschwindigkeitseinfluss (Zahlen 2008). Die Volksinitiative „Schutz vor Rasern“ will die Strassen in Zukunft sicherer machen. Raser-Opfer und deren Hinterbliebene haben lebenslänglich: lebenslängliches Leid, lebenslängliche Schmerzen, lebenslängliche Trauer. Die Täter jedoch kommen meist mit kurzen, bedingten Strafen davon und machen nach kurzer Zeit die Strassen wieder unsicher.

Das soll sich ändern. Die Initiative “Schutz vor Rasern” verfolgt nicht die normalen Autofahrerinnen oder Autofahrer, sondern es werden jene Fahrzeuglenker zur Rechenschaft gezogen, die exzessiv zu schnell fahren und andere Verkehrsteilnehmer gefährden. So gilt in Zukunft als Raser, wer innerorts 100 km/h bei Tempo 50, ausserorts 140 km/h statt 80 oder auf der Autobahn 200 km/h fährt. Raser sollen die Konsequenzen für ihr verantwortungsloses Verhalten im Strassenverkehr tragen und entsprechend härter bestraft werden.

Ich unterstütze die Initiative „Schutz vor Rasern“ und organisiere in Arlesheim eine Unterschriften-Sammelaktion. Zusammen mit Franziska Riedtmann, Mitglied des Initiativkomitees und Mutter eines Raser-Opfers, und weiteren freiwilligen Helfern sammle ich Unterschriften, damit verantwortungslose Raser weg von der Strasse kommen. Und damit die Schulwege unserer Kinder sicherer werden.

Wann? Am Samstag, 26. Juni 2010 zwischen 11 und 15 Uhr auf den Postplatz. Informieren Sie sich an unserem Stand und unterschreiben Sie die Volksinitiative „Schutz vor Rasern“.

 Sibylle von Heydebrand, Arlesheim


Eigenmann gewählt

7. März 2010

Mit einem komfortablen Vorsprung von über 100 Stimmen auf die Kandidatin der Frischluft, Nathalie Miller Lanz, wurde Markus Eigenmann in den Schulrat gewählt. Er ersetzt die im Herbst 2009 zurückgetretene Annemarie Ramseier (Frischluft).

Die Ergebnisse im Detail


Auch soft skills in den Schulsack

2. März 2010

Von Schulabgängern wird nicht nur ein mit Wissen gefüllter Schulsack erwartet, gute Noten allein reichen nicht aus.

Zur optimalen Vorbereitung auf weiterführende Schulen und Berufslehre stehen heutzutage die so genannten soft skills, auch Schlüsselkompetenzen genannt, verstärkt im Vordergrund.

Darunter versteht man die Fähigkeiten, die im Berufsleben zum Erfolg führen: Eigenverantwortung wahrnehmen, pünktlich sein, Aufträge zuverlässig erledigen, gute Umgangsformen, Teamfähigkeit und respektvoller Umgang miteinander. Lehrpersonen und Vorgesetzten kommen dabei eine wichtige Vorbildfunktion zu: die Jugendlichen dürfen erwarten, dass sie ihnen diese soft skills vorleben.

Ich wähle am 7. März Markus Eigenmann in den Schulrat, weil er alle Facetten einer optimalen Vorbereitung auf weiterführende Schulen und Berufslehre kennt und er sich dafür im Schulrat einsetzen wird.

Sibylle von Heydebrand , Juristin und Lehrbeauftragte an einer Berufsfachschule


Folgen für den Bildungsraum Nordwestschweiz

17. Mai 2009

Zwei Kantone haben heute schulpolitische Abstimmungen abgehalten. Der Kanton Aargau steht vor einem Scherbenhaufen: Gleich alle fünf Bildungsvorlagen wurden deutlich abgelehnt. Zumindest die Einbindung der Aargauer in den Bildungsraum Nordwestschweiz ist deshalb stark in Frage gestellt; allerdings wird auch das Projekt als Ganzes überdacht werden müssen, um ein Scheitern der Harmonisierungsbemühungen in den anderen Kantonen zu verhindern.

-> Berichterstattung NZZ
-> Kommentar NZZ
-> Berichterstattung BaZ
-> Stellungnahme Nordwestschweizer Bildungsdirektoren

Auch in Appenzell Ausserrhoden hat sich die SVP auf ihrem neuen Lieblingsgebiet durchgesetzt. Ihre Initiative zur Wiedereinführung von Schulnoten auf der Mittelstufe wurde sehr deutlich angenommen.

-> Berichterstattung NZZ
-> Berichterstattung BaZ


Freie Schulwahl: Abstimmung am 30.11.2008

21. Oktober 2008

Am 30. November 2008 stimmt der Kanton Baselland als erster Kanton in der Schweiz über die Volksinitiative der elternlobby „Ja, Bildungsvielfalt für alle“ ab.

Die Initiative will folgendes erreichen:

  • Alle Kinder sollen Zugang zum gesamten staatlich anerkannten Bildungsangebot haben, ohne finanzielle, religiöse und ethnische Einschränkung, damit sie optimal nach ihren individuellen Fähigkeiten und Begabungen gefördert und gebildet werden können.
  • Alle Eltern sollen unabhängig von Einkommen und Status innerhalb der einzelnen Staatsschulen und den vom Staat anerkannten und beaufsichtigten nichtstaatlichen Schulen wählen können.
  • Finanzierung: Alle vom Staat anerkannten nichtstaatlichen Schulen sollen von der Öffentlichkeit mit Pro-Kind-Pauschalen finanziert werden. Diese Pauschalen sollen den Durchschnittskosten der Staatsschule entsprechen. Privatschulen, die nicht offen zugänglich für alle Kinder sind oder die sich nicht mit der Pro-Kind-Pauschale begnügen, sollen nicht in den Genuss dieser Finanzierung kommen.

treffpunkt-schule.net empfiehlt folgende Podiumsveranstaltungen, an denen jeweils Befürworter und Gegner der Schulwahl-Initiative diskutieren:


Donnerstag, 23. Oktober 2008
, 20 Uhr: Gemeindezentrum Bubendorf

Thomas de Courten Landrat SVP, Pia Amacher Präsidentin elternlobby.ch, Eva Chappuis Landrätin SP, Christine Mangold Landrätin FDP

organisiert von der FDP


Montag, 27. Oktober 2008
, 8.45 – 10.15 Uhr: Gymnasium Oberwil

Urs Wüthrich Regierungsrat SP, Sabrina Mohn Präsidentin JCVP, Pia Amacher Präsidentin elternlobby.ch, Thomas de Courten Landrat SVP; Daniel Hering Lehrer RSS

organisiert vom Jugendrat


Dienstag, 28. Oktober 2008
, 19.30 Uhr, Gemeindehaus Reinach

Anet Spengler Nef SP, Pia Amacher Präsidentin elternlobby.ch, Susanne Leutenegger Oberholzer Nationalrätin SP, Stefan Berger Landrat CVP

organisiert von verschiedenen Parteien


Freitag, 31. Oktober 2008
, 20 Uhr, Aula Schulhaus Burggarten, Bottmingen

Pia Amacher, Präsidentin elternlobby.ch, Urs Wüthrich SP, Regierungsrat BL, Bea Fünfschilling, Landrätin FDP, Dr. Gerhard Pfister, CVP Präsident Verband Schweizerischer Privatschulen, Natioanlrat CVP, PD Dr. Urs Moser, Geschäftsführer Institut Bildungsevaluation Uni Zürich, Moderation: Dr. Werner Ettlin, Gemeinderat FDP

organisiert von der FDP Bottmingen

 

In der heutigen BaZ nehmen Befürworter und Gegner Stellung zu den zehn wichtigsten Fragen.


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