Die gestrige NZZ blickt in einem Editorial unter dem Titel „Wie viel Harmonie erträgt die Schule?“ zurück auf die schulpolitischen Diskussionen und Ereignisse der letzten Monate. Unter anderem fragt sich der Autor, warum die Stimmenden sich 2006 so klar für mehr Koordination zwischen den kantonalen Schulsystemen ausgesprochen haben:
„Was aber genau erhofften sie sich? Wohl schlicht, dass bei einem Umzug die Kinder an der neuen Schule im anderen Kanton leicht Anschluss finden.“
Dieser Punkt sollten wir bei der landesweiten Diskussion über HarmoS wieder vermehrt in den Vordergrund rücken.
Sowohl bei der Ausarbeitung des neuen Lehrplans für die Deutschschweiz („Lehrplan 21„) als auch bei den anderen laufenden Bildungsreformen plädiert Herr Hagenbüchle für Zurückhaltung und Augenmass. Und schliesslich relativiert er, meiner Meinung nach zu Recht, die Bedeutung von Strukturen und Schulinhalten:
„Nicht der Stoff, sondern die Art seiner Vermittlung und die Gefühlskraft des Lehrers sind es, die ein Schülerleben prägen.“
