Die BaZ hat uns gestern und heute (Artikel leider nicht online verfügbar) die bereits vor ein paar Wochen ausgebreitete Kontroverse um die Basisstufe in leicht umgeschriebener Form aufgetischt. Die Berichte über Gespräche mit Michael Winterhoff (contra) und Remo Largo (pro) beinhalten wenig Neues. Interessanter als aufgewärmte Expertendiskussionen wäre meines Erachtens eine Diskussion über die mögliche praktische Umsetzung einer Basisstufe in unserer Region. Mir stellen sich insbesondere folgende Fragen:
- Wäre eine Basisstufe denkbar, welche die dezentralen Kindergartenstandorte weiternutzt?
- Benötigt die Basisstufe unter dem Strich wirklich mehr Personal? Die individuellere Förderung der Kinder müsste ja dazu führen, dass viele spezielle Unterrichtsformen im Rahmen der neuen Basisstufe integriert werden. Dadurch würden Lehrpersonen, welche heute Einführungsklassen und spezielle Förderkurse unterrichten, für die Basisstufe zur Verfügung stehen.
- Was wären die finanziellen Folgen einer Einführung für die Gemeinde Arlesheim?
- Wie sind die Erfahrungen mit Kindern, welche die Basisstufe schneller durchlaufen? Ist die auf die Basisstufe folgende Schulstufe in der Lage, Klassen mit stärkerer Altersdurchmischung als heute aufzunehmen? Werden Kinder, welche wesentlich jünger sind als ihre Klassenkameraden, später nicht auf der sozialen Ebene überfordert?
Verfasst von Markus Eigenmann 