GPK befasst sich mit Schulfragen

30. Mai 2009

Wappen_ArlesheimSeit ein paar Tagen liegt der Bericht der Geschäftsprüfungskommission Arlesheim für das Jahr 2008 vor. Nebst anderen Themen hat sich die GPK im letzten Jahr mit zwei Fragen befasst, welche Kindergarten und Primarschule betreffen:

Ausgewählte Aspekte des Schulprogramms wurden unter die Lupe genommen. Begrüssenswert ist, dass der Prozess der sogenannten internen Evaluation, welche vom Bildungsgesetz als Instrument der Qualitätsentwicklung vorgeschrieben ist, in diesem Jahr gesondert geprüft werden soll. Aus unserer Sicht sollte dabei besonders darauf geachtet werden, ob der durch die Verordnung über den Kindergarten und die Primarschule vorgeschriebene Einbezug von Schülerinnen und Schülern, Erziehungsberechtigten und weiterführenden Schulen in die interne Evaluation tatsächlich umgesetzt wird.

Im letzten Teil des Berichts bemängelt die GPK die Einhaltung der Präsenzzeit und der Schulschlusszeit durch die Lehrpersonen. Die Kritik der GPK ist völlig berechtigt – die Vorstellung, dass sich GPK-Mitglieder bei der Überprüfung mit der Stoppuhr im Schulhaus aufhalten, hat allerdings auch humoreske Züge.


Folgen für den Bildungsraum Nordwestschweiz

17. Mai 2009

Zwei Kantone haben heute schulpolitische Abstimmungen abgehalten. Der Kanton Aargau steht vor einem Scherbenhaufen: Gleich alle fünf Bildungsvorlagen wurden deutlich abgelehnt. Zumindest die Einbindung der Aargauer in den Bildungsraum Nordwestschweiz ist deshalb stark in Frage gestellt; allerdings wird auch das Projekt als Ganzes überdacht werden müssen, um ein Scheitern der Harmonisierungsbemühungen in den anderen Kantonen zu verhindern.

-> Berichterstattung NZZ
-> Kommentar NZZ
-> Berichterstattung BaZ
-> Stellungnahme Nordwestschweizer Bildungsdirektoren

Auch in Appenzell Ausserrhoden hat sich die SVP auf ihrem neuen Lieblingsgebiet durchgesetzt. Ihre Initiative zur Wiedereinführung von Schulnoten auf der Mittelstufe wurde sehr deutlich angenommen.

-> Berichterstattung NZZ
-> Berichterstattung BaZ


Widersprüche in der Rechtschreibung

17. Mai 2009

NZZ am SonntagIn der Öffentlichkeit in letzter Zeit wenig beachtet ist ein Thema, welches die heutige NZZaS aufgreift: Zu Beginn des neuen Schuljahres endet an unseren Schulen die Toleranzphase bezüglich neuer Rechtschreibung.  Der Sprachwissenschaftler Prof. Rudolf Wachter plädiert für ein Moratorium und versucht, einen Ausweg aus einer Situation aufzuzeigen, mit der niemand wirklich zufrieden ist. Gibt es eigentlich noch konsequente Befürworter der Rechtschreibreform von 1996?


Aufgewärmte Kontroverse um die Basisstufe

5. Mai 2009

Die BaZ hat uns gestern und heute (Artikel leider nicht online verfügbar) die bereits vor ein paar Wochen ausgebreitete Kontroverse um die Basisstufe in leicht umgeschriebener Form aufgetischt. Die Berichte über Gespräche mit Michael Winterhoff (contra) und Remo Largo (pro) beinhalten wenig Neues. Interessanter als aufgewärmte Expertendiskussionen wäre meines Erachtens eine Diskussion über die mögliche praktische Umsetzung einer Basisstufe in unserer Region. Mir stellen sich insbesondere folgende Fragen:

  • Wäre eine Basisstufe denkbar, welche die dezentralen Kindergartenstandorte weiternutzt?
  • Benötigt die Basisstufe unter dem Strich wirklich mehr Personal? Die individuellere Förderung der Kinder müsste ja dazu führen, dass viele spezielle Unterrichtsformen im Rahmen der neuen Basisstufe integriert werden. Dadurch würden Lehrpersonen, welche heute Einführungsklassen und spezielle Förderkurse unterrichten, für die Basisstufe zur Verfügung stehen.
  • Was wären die finanziellen Folgen einer Einführung für die Gemeinde Arlesheim?
  • Wie sind die Erfahrungen mit Kindern, welche die Basisstufe schneller durchlaufen? Ist die auf die Basisstufe folgende Schulstufe in der Lage, Klassen mit stärkerer Altersdurchmischung als heute aufzunehmen? Werden Kinder, welche wesentlich jünger sind als ihre Klassenkameraden, später nicht auf der sozialen Ebene überfordert?

boys@science

2. Mai 2009

boys-at-science-foto-keystoneSchweizer Jugend forscht organisiert vom 7. bis 11. Juni 2009 eine Schnupperwoche nur für Buben von 10 bis 13 Jahren. Vier Tage lang können Schüler aus der ganzen Deutschschweiz an den Departementen Chemie, Mathematik und Physik der Universität Basel in die Welt der Naturwissenschaften eintauchen und ihre eigenen kleinen Forschungsprojekte bearbeiten.

Nach den positiven Erfahrungen des im September 2008 durchgeführten Pilotprojekts girls@science wird die Studienwoche dieses Jahr zum ersten Mal auch für Buben durchgeführt. Eine weitere girls@science Woche wird es wiederum im September 2009 geben. Infos dazu folgen Ende Mai.

Anmeldetermin für boys@science ist der 8. Mai 2009.

Weitere Infos und Anmeldeformular unter folgendem Link:

http://www.sjf.ch/index.php?id=446&L=0


Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.