Die BaZ berichtet über die in BS geplante sprachliche Frühförderung von fremdsprachigen Kindern vor dem Kindergarteneintritt. Inhaltlich ist diese Integrations- und Präventionsmassnahme zu begrüssen. Wer schon bemerkt hat, in welchem Mass gute Deutschkenntnisse für den Erfolg auch in anderen Schulfächern entscheidend sind, wird mir wahrscheinlich zustimmen, dass mit dieser Massnahme mit verhältnismässig wenig Aufwand recht viel zu erreichen ist.
Man kann sich allerdings fragen, ob da nun nicht unnötigerweise ein weiterer ineffizienter Verwaltungszweig aufgebaut wird. Der Staat sollte sich darauf beschränken, im sprachlichen Bereich zu fördernde Kinder frühzeitig zu erkennen und für diese wo nötig Lösungen zu finden, welche es ihnen erlauben, bereits vor dem Kindergarteneintritt regelmässig mit Schweizerdeutsch oder Deutsch sprechenden Kindern in Kontakt zu treten. Wenn möglich sollten dabei bestehende Angebote wie Spielgruppen, Turnvereine oder Tagesfamilien genutzt werden, denn diese eignen sich dazu in der Regel gut. Ob’s gleich ein Obligatorium braucht, ist umstritten; vielleicht reicht es auch, genügend gute Deutschkenntnisse als Aufnahmekriterium für den Kindergarten zu fordern und dieses Kriterium bei den betroffenen Eltern frühzeitig bekannt zu machen.