HarmoS light?

28. Januar 2009

Die Erziehungsdirektoren der Deutschschweizer Kantone arbeiten daran, die heutigen Lehrpläne für die Volksschule bis 2012 zu harmonisieren (“Lehrplan 21″, siehe auch hier). Dies soll Wohnungswechsel von Lehrpersonen und Familien künftig erleichtern. Man ist optimistisch, das Vorhaben umsetzen zu können, auch wenn die Skepsis gegenüber HarmoS anhalten und die ambitioniertere Vorlage scheitern sollte.

Lehrplan 21Bei aller Sympathie für unseren föderalistischen Staatsaufbau: Wenn ich mit vorstelle, wieviele Ämter und Direktionen sich nun mit der Vereinheitlichung von 21 Lösungen beschäftigen, dann frage ich mich, ob die Bildungshoheit der Kantone noch zweckmässig und zeitgemäss ist.

Lesenswert ist ein kürzlich in der NZZ-Beilage “Bildung und Erziehung” erschienener Artikel von Roger Friedrich: Wollen wir die standardisierte Schule? Er kritisiert das bescheidene Niveau und die vorherrschende Polemik bei Schuldebatten in der Schweiz sowie die Reformhektik unserer “aufblähenden Bildungsbürokratie”. Auch als HarmoS-Befürworter musste ich dem Autor bei der Lektüre des Artikels in vielen Punkten zustimmen.


Standortmarketing an der Sprachgrenze

20. Januar 2009

Es tut sich was an der Sprachgrenze zur Romandie. Bereits vor ein paar Tagen berichtete die BaZ von der zweisprachigen Primarschulklasse, welche der Kanton Jura ab nächstem Sommer in Delémont anbietet, um Familien aus der Region Basel zur Wohnsitznahme im Nachbarkanton zu animieren. Auf der offiziellen Website tritt die Randregion Jura erfrischend selbstbewusst auf.

Über ein weiteres Projekt berichtet heute ebenfalls die BaZ: Künftig wollen die Gymnasien in Laufen und Porrentruy bilinguale Klassen anbieten, in denen die Schülerinnen und Schüler während zweier Jahre den Unterricht an der Partnerschule besuchen.

Auf dem Arbeitsmarkt ist es in vielen Branchen von Vorteil, über Kenntnisse in mehreren Sprachen zu verfügen. Bis anhin nutzen wir in unserer Bildungslandschaft die Vorteile der Mehrsprachigkeit unseres Landes noch viel zu wenig. Die beiden Projekte sind deshalb sehr zu begrüssen. Gerade an der Sprachgrenze würden solche Programme für die Teilnehmenden vermutlich wesentlich mehr bringen als die umstrittene flächendeckende Einführung von Frühfranzösisch.

Ich studiere im Jura


E-mail-Adressen für Primarlehrkräfte

16. Januar 2009

atKindergarten und Primarschule Arlesheim sind erfreulicherweise daran, den Lehrkräften eigene offizielle E-mail-Adressen zur Verfügung zu stellen: Seit kurzem ist die Primarlehrerin unserer Tocher unter vorname.nachname@kg-psarlesheim.ch zu erreichen.

Wir begrüssen diese (eigentlich längst fällige) Verbesserung sehr und sind überzeugt, dass damit in vielen Fällen die Kommunikation zwischen Eltern und Lehrkräften vereinfacht und dadurch auch intensiviert wird. E-mail ermöglicht es, auf einfache Weise niederschwellige Informationen auszutauschen, und ergänzt somit die bestehenden Kommunikationskanäle.


Baselbieter ETH-Studenten schneiden sehr gut ab

16. Januar 2009

Für einmal gab’s sehr gute Noten für unser kantonales Bildungssystem: In einer Studie der ETH erreichten die Studierenden aus Baselland den besten Notenschnitt. Zusammenfassungen und Kommentare dazu gibt’s hierhier und hier.

ETHZ


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