

Heute wurde mittels einer Medienmitteilung die Vernehmlassung zum Bildungsraum Nordwestschweiz eröffnet. In einer Kurzfassung des Berichts zur Vernehmlassung sind die wesentlichen Eckpunkte der Vorlage dargelegt. Grossmehrheitlich sind die von den Regierungen der Kantone AG, BL, BS und SO vorgeschlagenen Massnahmen zu begrüssen. Einzig bei der Sekundarstufe I macht weiterhin jeder Kanton, was er will (Seite 8 der Kurzfassung). Es ist zu hoffen, dass dies nach der Vernehmlassung noch korrigiert werden kann.
Bildungsraum Nordwestschweiz
16. Dezember 2008Erhöhung der Studiengebühren
15. Dezember 2008Die BaZ bringt heute wieder mal ein altes Thema: Die längst fällige Erhöhung der Studiengebühren bei gleichzeitiger Einführung eines Darlehensystems. Wieso wird dieses Anliegen seit Jahren diskutiert, ohne dass sich auf politischer Ebene etwas bewegt?
Unterm Weihnachtsbaum: Games, PC-Spiele, Handys
10. Dezember 2008Zuoberst auf der Wunschliste unserer Kinder und Jugendlichen stehen auch diese Weihnachten Games, PC-Spiele und Handys. Pro Juventute hat eine Checkliste mit den wichtigsten Tipps zum Einkauf und zur sicheren Verwendung von Unterhaltungsmedien erstellt. Nebst Informationen zum Internet umfasst die Checkliste Tipps fürs Chatten, für Video- und Computerspiele sowie fürs Handy.
Bild von www.winboard.org
PISA 2006: Die Ergebnisse für Baselland
4. Dezember 2008“Viele schlechte Schüler im Baselbiet”,
so titelte die Basler Zeitung am 4. Dezember 2008 auf ihrer Frontseite (Printausgabe). PISA 2006 evaluierte die Kenntnisse der 9. Klässler in den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Lesen. Hauptergebnis der Studie ist, dass die Baselbieter Schülerinnen und Schüler nicht zur Spitze der Schweiz gehören.
Die Rückstände seien insbesondere unter folgenden Aspekten zu beurteilen: einerseits seien die vergleichsweise vielen Schüler von Sonderklassen und Sonderschulen nicht in den kantonalen Vergleich miteinbezogen worden, andererseits seien die Lehr-Lern-Bedingungen aufgrund der sozialen und kulturellen Heterogenität im Baselbiet eher günstiger als in anderen Kantonen der Deutschschweiz. Das Minimalziel der Sekundarschule, Schüler auf eine weiterführende Schule oder auf eine berufliche Grundbildung vorzubereiten, sei in 11 bis 15% erwiesenermassen nicht erreicht. Die Studie kommt zum Schluss, dass dieser Prozentsatz aber eher bei 20% liegen dürfte, wären die Schüler der Sonderklassen miteinbezogen worden.
Jeder 5. Jugendliche in unserem Kanton gehört somit nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit gemäss dem Bericht der Risikogruppe mit schlechten beruflichen Aussichten und mit Schwierigkeiten beim Übertritt in den Arbeitsmarkt an.
In ihrem Fazit kommen die Autoren des Berichts zum Schluss, dass in folgenden Bereichen Diskussionsbedarf bestehe (PISA 2006: Porträt des Kantons Basel-Landschaft, S. 47 ff):
1. Der Anteil der Risikogruppe mit schlechten beruflichen Aussichten und mit Schwierigkeiten beim Überritt in den Arbeitsmarkt sei in unserem Kanton zu gross.
2. Ebenfalls zu gross sei der Anteil von Schülerinnen und Schülern, die eine Sonderklasse oder Sonderschule besuchen. Kantone mit einer geringeren Sonderklassenquote würden bei PISA besser abschneiden.
3. Die Lern- und Entwicklungsbedingungen im Anforderungsniveau A seien markant ungünstiger als im Niveau E oder P. Die Durchlässigkeit des Systems sollte erhöht werden. Der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Leistung sei eng.
4. Anpassungen des Lehrplans seien nicht angezeigt. Der Lehrplan für Naturwissenschaften wird als inhaltlich ausgewogen bewertet. Anpassungen der Stundenzahl seien aufrund der Leistungen, die tiefer ausfielen als erwartet, höchstens im Fach Mathematik ein Thema.
5. Im naturwissenschaftlichen Unterricht sollte die Diskussion geführt werden, ob die gestellten Anforderungen hoch genug seien und ob im Unterricht genügend unternommen werde, die Chancen für eine naturwissenschafltiche Berufs- oder Studienwahl aufzuzeigen.
Die Autoren befürworten für den Kanton Baselland eine weitere Beteiligung an PISA, da so ermittelt werden könne, ob das landesweite Ziel, den Anteil an Schülerinnen und Schülern mit ungenügenden Leistungen am Ende der Volksschule vermindert werden kann.
Link zum Bericht PISA 2006: Porträt des Kantons Basel-Landschaft
Link zum Interview mit Regierungsrat Urs Wüthrich über die Ergebnisse von PISA
Schulbesuch am “Tagesaufenthaltsort”: Regierungsrat beschliesst Lockerung
3. Dezember 2008Ab dem kommenden Schuljahr wird es Kindergarten- und Primarschülern leichter gemacht, anderswo als in ihrer eigentlichen Wohngemeinde die Schule zu besuchen. Dies entschied der Regierungsrat in seiner Sitzung vom 2. Dezember 2008. Wird ein Kind nicht in seiner Wohnortgemeinde, sondern am so genannten Tagesaufenthaltsort von einer befreundeten Familie, von den Grosseltern, einem Tagesheim oder einer Tagesfamilie betreut, so durfte es bis anhin die Schule in dieser Gemeinde nur besuchen, wenn es sich mindestens an fünf Vormittagen und mehreren Nachmittagen an diesem Ort aufhielt.
Regierungsgebäude Liestal, Foto Felix Gysin
Neu wird nur noch ein Aufenthalt von mindestens der Hälfte der Arbeitswoche verlangt. Präzisiert wurde auch die Zuständigkeit für die Genehmigung des Schulbesuchs: dafür ist die Schulleitung der Tagesaufenthaltsgemeinde bereits unter geltendem Recht zuständig – und nicht der Gemeinderat, wie es teilweise zur Zeit noch gelebt werde.
Vehement dagegen gewehrt hatte sich der Verband Basellandschaftlicher Gemeinden (VBLG).
Die neue Regelung soll erwerbstätigen Erziehungsberechtigen – insbesondere Müttern – zugute kommen, die einen Teil der Tagesbetreuung ihrer Kinder gerne selber übernehmen und deshalb Teilzeit arbeiten. Sie benötigen eine familienergänzende Betreuung oft nur an drei bis vier Tagen pro Woche und gelegentlich auch nur eine Vormittags- und gar keine Nachmittagsbetreuung.
Verfasst von Markus Eigenmann 

