“Wir binden die Erziehungsberechtigten in die Verantwortung ein”

19. November 2008

An unserem ersten Stammtisch haben sich Schulrätinnen, Schulleitungen, Lehrpersonen, Politikerinnen und Politiker sowie Eltern über Ihre Vorstellungen zur Rolle der Erziehungsberechtigten in der Schule ausgetauscht. In einer kurzen Einführung erläuterte Simon Esslinger, Schulleiter der Sekundarschule Arlesheim, wie das neue Leitbild der Sekundarschule durch die Lehrerschaft in kurzer Zeit erarbeitet worden ist. Der Prozess ist noch nicht abgeschlossen: Derzeit wird an der Definition von Indikatoren gearbeitet, welche eine Aussage zulassen, ob und wie dem Leitbild in der Praxis auch nachgelebt wird.

In der anschliessenden Diskussion wurde der Leitsatz “Wir binden die Erziehungsberechtigten in die Verantwortung ein” von verschiedenen Seiten beleuchtet. Einige Kernaussagen waren:

  • Die Öffentlichkeitsarbeit ist auch bei unseren staatlichen Schulen eminent wichtig, und es besteht Handlungsbedarf.
  • Die Ressourcen der Schulleitungen sind limitiert und werden generell als zu gering eingestuft. Der Sekundarschule Arlesheim stehen 110 Stellenprozente für Schulleitung, 40 Stellenprozente für Sekretariat und 40 Stellenprozente für Schulsozialarbeit zur Verfügung; die Schulleitung führt ca. 50 Mitarbeitende. Ob und in welcher Form die Eltern hier einen Beitrag leisten können, wurde nicht abschliessend diskutiert.
  • Alle Eltern sind auch einmal zur Schule gegangen und meinen zu wissen, wie die Schule zu funktionieren hat. Eine Schule wird häufig dann als gut angesehen, wenn die Eltern zufrieden sind. In diesem Zusammenhang spielt die Einstufung in die verschiedenen Sekundarschulniveaus eine herausragende (und manchmal auch problematische) Rolle.
  • Auf Kindergarten- und Primarschulstufe sind die Eltern aufgrund des Alters der Kinder relativ stark in die Schulaktivitäten einbezogen; auf der Sekundarschulstufe nimmt das stark ab. Viele Eltern wollen oder können sich nicht aktiv beteiligen, und wenn schon, dann zugunsten des eigenen Kindes und dessen Klasse, und nicht zugunsten der allgemeinen Schulentwicklung. Den wenigen, welche das wollen und können, soll von der Schule dazu jedoch die Möglichkeit geboten werden.
  • In Bezug auf die Qualitätsentwicklung findet derzeit in den Schulen ein Kulturwandel statt. Instrumente wie Mitarbeitergespräche und Feedbacks von Eltern, Schülern und Kolleginnen sind unterschiedlich weit etabliert. Systematische Auswertungen, welche Trends in der Qualitätsentwicklung erkennen lassen, sind ein wichtiges Ziel, aber noch nicht sehr verbreitet.
  • Warum muss das Rad immer wieder neu erfunden werden? Haben andere Schulen, z.B. in Nachbargemeinden, nicht bereits das eine oder andere erfolgreich umgesetzt? Jede Schule ist anders, jedes Kollegium unterschiedlich zusammengesetzt.
  • Wichtig ist es, nebst den offiziellen Kanälen auch niederschwellige Kommunikationsmöglichkeiten zwischen Schule und Erziehungsberechtigten zu schaffen. Es ist wichtig, dass der Kontakt nicht nur im Falle von Problemen hergestellt wird. Auch positive Feedbacks von Eltern sind für die Lehrpersonen wichtig.

Falls Sie keine Gelegenheit hatten, selber an unserem Stammtisch teilzunehmen, sind Ihre Beiträge natürlich auch als Kommentare zu diesem Artikel willkommen!


“Erziehungsmuskeln stärken”

18. November 2008

“Ein ermutigender Abend zur Stärkung unserer Erziehungsmuskeln”,

so kündigt das Erwachsenen- und Jugendforum Arlesheim einen Vortrag des Psychologen Markus Zimmermann zum Thema Stark durch Erziehung: Grenzen setzen, aber wie? an.

Zimmermann wird beschreiben, wie konsequente Kindererziehung ohne Bestrafung funktionieren kann, indem die Grenzen positiv formuliert werden. Wichtig sei, dass das Kind innerhalb der Grenzen den Freiraum mitgestalten könne, so der Zürcher Psychologe.

Wann? Mittwoch, 19. November 2008

Wo? Pfeffingerhof, Saal Dachgeschoss

Dauer? 19.30 Uhr bis 21 Uhr

Eintritt? frei


1. Stammtisch am 17. November 08

13. November 2008

Wie kann das gegenseitige Verständnis und die Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus gefördert werden? Welche Wege stehen den Eltern offen, um sich aktiv an der Schulentwicklung zu beteiligen? Was steht auf dem Wunschzettel der Schule an die Eltern?

„Wir binden die Erziehungsberechtigten in die Verantwortung ein“, haben die Lehrpersonen der Sekundarschule in ihrem Leitbild formuliert. Welche Verantwortung können, sollen, wollen wir Eltern für das Schulleben und die Schulentwicklung übernehmen? Und will die Schule uns einbinden? Zu diesen Fragen und alle weiteren rund ums Thema suchen wir nächsten Montag Antworten.

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Wir laden alle interessierten Eltern und die Verantwortlichen unserer Schulen und Behörden ein, in einer lockeren Runde über die Rolle der Eltern im Schulleben zu diskutieren.

Treffpunkt: Montag, 17. November 2008, 20 Uhr im Gasthaus zum Stärne, Ermitagestrasse 1.


Timeline – Popmusik revival in der Aula Gerenmatte

10. November 2008

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Timeline, das Musical der Klassen 4Pd/e: Daria und Samuel im Duett – Foto Pascal Leumann

Die beiden PG-Abschlussklassen der Sekundarschule Arlesheim präsentierten am 6. und 7. November 2008 in der vollbesetzten Aula des Gerenmattschulhauses ihr Abschlussprojekt, ein Musical. Die selber geschriebene Geschichte Timeline spielt im Jahr 3464: “Techno Elektro” will die Weltherrschaft an sich reissen und zwingt die Menschheit, nur Techno Musik zu hören. Bekämpft werden kann Techno Elektro nur mit Musik aus dem letzten Jahrhundert. Auf einer abenteuerlichen Zeitreise, die sie nach England, Italien, Irland, die Schweiz, Österreich, USA und Jamaika führt, gelingt es den Rebellen, die verloren geglaubte Musik des 20. Jahrhunderts wieder aufleben zu lassen. Revolution (von den Beatles), Smoke on the Water (Deep Purple), lasciate mi cantare (Toto Cotugno), Rock me Amadeus (Falco), Is this love that I’m Feeling? (Bob Marley) und weitere bekannte Songs versetzten die zuhörenden Eltern und Verwandten zurück in ihre Jugendzeit, als sie Schlaghosen und wildere Haarpracht trugen. – Den Darstellerinnen und Darstellern gelang es, den Funken ins Publikum überspringen zu lassen und die Zuhörer zu begeistern.

Nicht nur den Jugendlichen ist für ihr Engagement zu danken, ein grosses Lob gebührt auch den Lehrpersonen, allen voran den beiden Klassenlehrern Othmar Scheiwiller und Anna Nüsseler, dem Musiklehrer Alan Müller und Patrizia Liebster (Regie), die das Projekt föderten und den Jugendlichen zu einem unvergesslichen musikalischen Gemeinschaftserlebnis im Abschlussjahr verhalfen.

Ein kleiner Wermutstropfen ist das Programmheft. Schade, dass kein Erwachsener der jugendlichen Dreiergruppe, die dafür verantwortlich war, zum Schluss noch kurz über die Schulter schaute: die Arlesheimer Firmen werden die teilweise verunglückten Inserate verschmerzen können, ebenso die Lehrpersonen, deren Erwähnung unterging. Diese Pannen wurden charmant entschuldigt und kompensiert. – Die teilnehmenden Jugendlichen hätten es aber alle verdient gehabt, ohne Ausnahme erwähnt zu werden, in einem Team ist jede Funktion wichtig.


Schulhaus Gerenmatte 2: Eindrücke von der Besichtigung

8. November 2008

Die Gemeindebehörden haben heute zu einer öffentlichen Besichtigung des Schulhauses Gerenmatte 2 eingeladen. Der Rundgang war vorbildlich ausgeschildert, und den (spärlichen) Besuchern standen jede Menge Fachleute aus Verwaltung und Politik zur Verfügung. Einige Eindrücke:

Nach dem Rundgang wird klar, dass die rasche Sanierung des Gebäudes unumgänglich ist. Allerdings bin ich angesichts des grossen Investitionsbetrags klar der Meinung, dass das Projekt vor der Ausführung detailliert auf mögliche Einsparungen hin untersucht werden soll. Was mir ebenfalls noch fehlt, ist eine umfassende Schulraumplanung für Arlesheim, welche die verschiedenen möglichen Szenarien (Sekundarschulstandort, Harmos, Einführung Eingangsstufe im Bildungsraum Nordwestschweiz, unterschiedliche Schülerzahlenentwickung) berücksichtigt; das Schulhaus Gerenmatte 2 darf nicht nur isoliert betrachtet werden.

Die Gemeindeversammlung sollte meiner Meinung nach nächste Woche einen ersten Kredit für die Planungsphase sprechen; so kann das Projekt ohne Verzögerung vorangetrieben werden. An der Juni-Gemeindeversammlung könnte dann, nach Vorliegen der detaillierten Kosten, in einer zweiten Vorlage über die Ausführung entschieden werden. Bis zu diesem Zeitpunkt ist dann vielleicht auch schon klar, ob der Vorschlag der Gemeinden Arlesheim und Münchenstein Eingang in die kantonale Planung findet.


Anmeldung fürs Gymnasium

3. November 2008

Die Arlesheimer Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse der Sekundarschule Niveau P haben die Anmeldeformulare für die Maturitätsabteilungen der basellandschaftlichen Gymnasien erhalten. Anders als im Kanton Basel-Stadt, wo jedes Gymnasium sein eigenes Profil entwickelt hat und die Schülerinnen und Schüler frei wählen können, welches Gymnasium sie besuchen wollen, wird in Baselland ein Gymnasium zugeteilt. Dabei ist der Wohnort massgebend. Für Arlesheim ist Münchenstein das nächstgelegene Gymnasium; unter Umständen kann jedoch auch eine Zuweisung an ein anderes Gymnasium erfolgen.

Gymnasium Münchenstein, Foto Roland Zumbühl, Arlesheim

Die Eltern können jedoch auch wegen des speziellen Angebots, das Münchenstein nicht bietet, beispielsweise die Zuweisung ins Gymnasium Oberwil oder Liestal beantragen (Anmeldeformular Seite 1 unten):

Ein Ziel der Gymnasien Münchenstein und Liestal ist es, die Mehrsprachigkeit der Schülerinnen und Schüler zu fördern. Nebst Immersionsunterricht in Englisch und Französisch bietet Münchenstein eine bilinguale Matura Deutsch/Französisch an. Liestal bietet eine bilinguale Matur in Deutsch/Englisch an.

Das Gymnasium Oberwil bietet eine spezielle Förderung von Schülerinnen und Schülern, die sonderbegabt (sportlich, musikalisch) oder schulisch hochbegabt sind und im Schulunterricht unterfordert sind, an. Diese Schüler können bei guten Schulleistungen für individuelle Projekte oder für den Besuch von Uni-Veranstaltungen von Teilen des Unterrichts dispensiert werden.

Alle fünf basellandschaftlichen Gymnasien bieten die Möglichkeit, ihre Schule zu besuchen oder an Informationsveranstaltungen in der Schule selber teilzunehmen:

Gym Laufen: 6. November 2008, Gym Liestal: 14. und 15. November 2008, Gym Oberwil: 19. November 2008, Gym Münchenstein: 25. November 2008, Gym Muttenz: 6. Januar 2008

Nähere Angaben im Flyer Informationsveranstaltungen.


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