Verkehrspolitisches Stelldichein an der Birseckstrasse

6. Februar 2010

Eines muss man der CVP Arlesheim schon lassen: Die öffentliche Inszenierung der Sicherheitsfrage an der Abbiegung Birseckstrasse/Baselstrasse bei der Schulanlage Gerenmatte gelingt ihr voll und ganz. Die Presse ist in den vergangenen Tagen immer wieder auf das Thema eingestiegen, verschiedenen Blogs haben die Geschichte mehrfach rezykliert, und zur heute durchgeführten öffentlichen Begehung haben sich doch eine ansehnliche Menge Leute eingefunden. Natürlich war die gesamte CVP-Prominenz vertreten, es war aber auch ein Vertreter der BLT zugegen, und der Gemeinderat war mit drei Mitgliedern präsent. Das kantonale Tiefbauamt, die für die Kantonsstrasse zuständige Stelle, hielt es nicht für nötig, an der Begehung aufzukreuzen, und mit der Schulratskandidatin, welche sich so vehement für “kurze und sichere Schulwege” einsetzt, konnte man sich auch nicht unterhalten. ;-)

Nachdem die Herren Braun und Kink in dramatischen Worten wiederholt die Postulate der CVP vorgetragen hatten, verteidigte Gemeindepräsident Zeller das Vorgehen der Verkehrskommission und gab den schwarzen Peter weiter ans kantonale Tiefbauamt. Fazit: Die Schranke am Tramübergang wird so oder so in diesem Jahr gebaut (mit oder ohne CVP-Inszenierung); offene Fragen gibt es noch bezüglich Schutzmassnahmen für wartende Fussgänger auf der anderen Strassenseite sowie bezüglich der zeitlichen Steuerung der Fussgängerampel. Und um diese sinnvollen und vermutlich nicht allzu teuren Massnahmen rasch umzusetzen, hilft vielleicht der öffentliche Druck von der Strasse und aus der Parteizentrale.

Für diejenigen, welche nicht dabei waren, gibt’s hier ein paar Impressionen:


Fachterminologie im Bildungswesen

1. Februar 2010

Es gibt – neben vielen guten Beispielen – zwei Arten von Elternbriefen aus der Schule, die mich jeweils nerven. Die einen sind die mit den vielen Deutschfehlern, bei den anderen werden bildungsspezifische Fachbegriffe verwendet, deren Bedeutung einer Mehrheit der Eltern nicht klar ist. Die NZZ geht in der heutigen Ausgabe in einem lesenswerten Artikel auf die vermehrte Verwendung von abstrakten und abgehobenen Begriffen im Bildungswesen ein:

-> Im Sumpf der Sprache (NZZ vom 01.02.2010)


Sekundarschulhäuser und Kinderschutzprogramme

23. Januar 2010

Heute finden sich in der Basler Zeitung gleich zwei Artikel, welche unsere Schulen betreffen (beide leider nicht online verfügbar):

Wie bereits angekündigt, folgt nach dem Vorentscheid über die Sekundarschulstandorte im Kanton Baselland nun die Diskussion darüber, wann und zu welchen Konditionen die bisher gemeindeeigenen Sekundarschulbauten ins Eigentum des Kantons überführt werden sollen. Es geht immerhin um rund 100 Gebäude und eine Grössenordnung von 130 Millionen Franken.

Der Schulrat Arlesheim bemüht sich weiterhin, im Unterschied zu früheren Jahren vermehrt in den Medien präsent zu sein: Er lanciert nach einer entsprechenden Elternumfrage zur Computernutzung ein Projekt “Kinderschutzprogramme”. Im Artikel der BaZ erfährt man über die konkrete Umsetzung des Projekts leider nicht viel mehr als das, was vor vier Monaten bereits im Wochenblatt zu lesen war. Das Thema ist zweifellos wichtig; meine damals geäusserten Bedenken bezüglich Umsetzung bleiben vorderhand bestehen.


Sekundarschulstandorte zum Letzten?

12. Januar 2010

Morgen Mittwoch wird im Landrat die Vorlage zur Festlegung der Sekundarschulkreise und der Sekundarschulstandorte behandelt. Wer sich nochmals detailliert mit der Fragestellung befassen will, findet hier links sowohl zu der Vorlage als auch zum Bericht der Bildungs-, Kultur- und Sportkommission.

Falls der Landrat der vorberatenden Kommission folgt, heisst das für Arlesheim und Münchenstein, dass sie künftig an zwei Schulstandorten eine gemeinsame Sekundarschule mit einer gemeinsamen Schulleitung und einem gemeinsamen Sekundarschulrat führen werden. In Arlesheim ist mehr oder weniger klar, wo die Sekundarschule untergebracht werden wird, Münchenstein befürchtet offenbar, doch kein neues Sekundarschulhaus zu erhalten (siehe BaZ vom 24.01.10 sowie oben verlinkten Kommissionsbericht).

Wer gedacht hat, dass damit das Thema Sekundarschulstandorte erledigt ist, täuscht sich wahrscheinlich: Die obige LR-Vorlage ist für den Kanton erst der Anfang; es folgen weitere Teilprojekte zur Übernahme der in Gemeindebesitz befindlichen Sekundarschulhäuser durch den Kanton. Weiter ist davon auszugehen, dass die Umstellung von 5 Jahren Primarschule und 4 Jahren Sekundarschule auf 6/3 bis in ein paar Jahren umgesetzt werden wird, was wiederum für den Schulraumbedarf der einzelnen Schulen Konsequenzen haben wird. Und in Arlesheim und Münchenstein wird man sich nun bald mit der organisatorischen Zusammenführung der beiden heutigen Sekundarschulen befassen: In diesem Zusammenhang wird ein neuer Sekundarschulrat sowie eine neue Schulleitung zu wählen sein.


Vom Ende der Handschrift

10. Januar 2010

Heute kündigt jemand in einer Sonntagszeitung das Ende der Handschrift an:

“Die Handschrift ist eine unnatürliche Art zu schreiben. Wir sollten sie auf den Müllhaufen der Geschichte werfen und nicht mehr unsere Kinder drangsalieren.”

Der Artikel selber ist etwas enttäuschend, auch weil sich die Autorin als Amerikanerin entpuppt. Man fragt sich, ob die NZZaS nicht auch jemanden in der Schweiz gefunden hätte, um das an sich interessante Thema zu beleuchten. Dann wären konkretere Bezüge zu unserem Schulsystem möglich. Die Frage nach dem Sinn der “Schnürlischrift” wird bei uns ja schon gestellt; vielleicht ist das ja nur ein Vorgeplänkel zur Diskussion über die Handschrift an sich.


“Male Bashing”

7. Januar 2010

In der heutigen NZZ findet sich im Teil “Meinungen & Debatte” ein Beitrag von Walter Hollstein, einem Soziologen aus Riehen. Er zitiert Radikalfeministinnen, schreibt über “male bashing” und Sitzbuchungsregeln der Air France, um dann den Bogen zu einer Baselbieter Schule und insbesondere zu unseren männlichen Kindern und Jugendlichen zu schlagen. Lesenswert, denn das Thema ist hochaktuell.


Neues zum Sekundarschulstandort

7. Januar 2010

Der Nachbar hat’s schon gemeldet, und es steht heute ja auch in der gedruckten Ausgabe der BaZ: Die landrätliche Bildungs-, Kultur- und Sportkommission spricht sich für die organisatorische Zusammenlegung der Sekundarschulen Arlesheim und Münchenstein unter Beibehaltung der zwei Standorte aus. Zudem sollen die beiden Sekundarschulhäuser in Gemeindebesitz bleiben.

Entscheiden über die Vorlage wird der Landrat, und zwar voraussichtlich am 14. Januar 2010.


Bildungsraum Nordwestschweiz begraben!

14. Dezember 2009

Die BaZ füllt ihre Spalten heute wieder mal ausgiebig mit Bildungsthemen:

Bemerkung am Rande: Leider betreibt die BaZ in ihren bildungspolitischen Artikeln häufig nur Schaumschlägerei – Lösungsansätze werden kaum je präsentiert. Der heutige Tageskommentar verdient diesen Namen m.E. gar nicht: Es wird lediglich festgehalten, was alles nicht sein dürfe, dass die Harmonisierung schwierig sei und dass man erst am Anfang stehe; eigene Vorstellungen des Journalisten zu den beiden Themen sind kaum erkennbar.

Nach allem, was bereits aus der Vorlage für einen Bildungsraum Nordwestschweiz gekippt worden ist, kann man dieses Projekt als solches getrost begraben. Die Kantone Solothurn und Aargau sind als Ganzes zu wenig auf die Region Basel ausgerichtet, dass ein echtes Interesse an einer Harmonisierung der Schulsysteme besteht. Schliesslich sind weite Teile unserer südlichen Nachbarkantone nicht auf Basel, sondern auf Zürich und Bern ausgerichtet. Stattdessen ist die Harmonisierung zwischen den beiden Basel voranzutreiben; gleichzeitig ist darauf zu achten, dass die Bildungslandschaft für die Solothurner und Aargauer Bezirke nördlich des Juras möglichst offen bleibt.


Danke, liebe Wählerinnen und Wähler!

1. Dezember 2009

Leider hat’s im ersten Durchgang nicht ganz gereicht – vier Stimmen haben gefehlt. Dennoch habe ich – dank Ihnen, liebe Wählerinnen und Wähler – am meisten Stimmen erhalten. Ich werde mich weiterhin für die an dieser Stelle geäusserten schulpolitischen Anliegen einsetzen und auch an einem allfälligen zweiten Wahlgang für die Ersatzwahl in den Schulrat Arlesheim teilnehmen.

Allen Wählerinnen und Wählern, meinem Wahlteam von der FDP Arlesheim sowie den Vertretern der CVP und SVP Arlesheim danke ich an dieser Stelle herzlich für die bisherige Unterstützung!

Markus Eigenmann, Kandidat für den Schulrat Arlesheim


Frischer Wind im Schulrat Arlesheim

24. November 2009

Liebe Stimmberechtigte! Haben Sie schon gewählt? In den vergangenen Wochen habe ich Ihnen an dieser Stelle berichtet, für welche Anliegen ich mich gerne im Arleser Schulrat einsetzen würde: möglichst gute Vorbereitung unserer Kinder auf weiterführende Schulen, den späteren Beruf sowie das Leben als Erwachsene; systematische und nachvollziehbare Qualitätsentwicklung unter Einbezug der Eltern und der Schülerinnen und Schüler; offene und vielschichtige Kommunikation zwischen Schule, Eltern und Öffentlichkeit; verstärkte Vernetzung von Schule und Wirtschaft. Sämtliche Beiträge zu diesen Themen sind weiterhin unter auf dieser Website abrufbar.

Falls Sie ähnliche Vorstellungen haben oder der Meinung sind, es brauche nicht nur frische Luft, sondern auch etwas frischen Wind in unserem Schulrat, dann freue ich mich über Ihre Stimme!

Markus Eigenmann, Kandidat für den Schulrat Arlesheim